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19Aug

Teure Bezirksposse um doppeltes Weinfest – Grüne: Politische Fehlentscheidung raubt Lichtenrade Grund zum Feiern

Jörn Oltmann, Fraktionsvorsitzender BVV Tempelhof-Schöneberg

Statt ständig die gleichen Advents- oder sonstigen Märkte an ständig den gleichen Orten lieber weniger, aber vielfältiger und attraktiver: Das ist die offizielle Linie des Bezirksamts zu den Straßen- und Stadtteilfesten in Tempelhof-Schöneberg. Nun muss Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) der Bezirksverordnetenversammlung erklären, warum es trotzdem mit seiner Genehmigung am 13. und 14. September in Lichtenrade gleich zwei Winzerfeste geben soll, eines in der Bahnhofstraße, eines am Dorfteich, keine 300 Meter davon entfernt, in unmittelbarer Konkurrenz – und wie sich das mit der offiziellen Haltung des Bezirksamts verträgt.

„Warum hat das Bezirksamt das Wein- und Winzerfest doppelt vergeben und damit gegen die eigenen Kriterien des Konzeptes verstoßen?“ So heißt es in der Anfrage des bündnisgrünen Fraktionsvorsitzenden Jörn Oltmann an das Bezirksamt. Besonders unverständlich findet Oltmann: Für die Ausrichtung des Winzerfestes, das traditionell in der Bahnhofstraße stattfindet, hatte es zuvor eine Ausschreibung gegeben, als deren Ergebnis das Bürgerforum als Veranstalter ausgewählt wurde. Damit hätte man es eigentlich bewenden lassen können.

Doch stattdessen genehmigte Krüger der mit dem Bürgerforum rivalisierenden AG Bahnhofstraße ein zweites Winzerfest zur gleichen Zeit am nahe gelegenen Dorfteich. Der aber steht eigentlich unter Naturschutz, soll nur in besonderen Ausnahmefällen zum Schauplatz größerer Veranstaltungen werden.

Oltmann weiter in seiner Anfrage an das Bezirksamt: „Ist dem Bezirksamt bewusst, welchen Imageschaden ein doppelt vergebenes Wein- und Winzerfest für Lichtenrade bedeutet? Wie passt das mit dem Werkstattverfahren Lichtenrade zusammen, in dem ein klares und eindeutiges Standortmarketing eingefordert wird?“

Statt zwei Veranstaltungen zum gleichen Thema in unmittelbarer Nähe stattfinden zu lassen, hätte Krüger besser versucht, die Konkurrenten an einen Tisch zu bringen, stellt der grüne Fraktionsvorsitzende fest. Denn was wie eine Provinzposse anmutet, könnte rasch für alle Beteiligten zum finanziellen Desaster werden – und dann wären die Winzerfeste in diesem September womöglich auf lange Zeit die letzten, die in Lichtenrade gefeiert wurden.

 

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