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14Nov

Mehr Unterbringungsplätze und Hilfen für Obdachlose nötig

Aferdita Suka MdBVV

Aferdita Suka MdBVV

Für Menschen mit ungesicherten Mietverhältnissen (Wohnungslose) und Obdachlose sind angesichts des angespannten Wohnungsmarkts die Chancen auf eigene vier Wände noch geringer geworden. Mit dem nahenden Winter stehen frostige Tage und Nächte bevor und es müssen wenigstens einfache Unterkunftsplätze für Obdachlose gefunden werden. Doch es gibt kaum noch freie Plätze für Bedürftige, zumal auch für Flüchtlinge dringend Unterkünfte gesucht werden.

Der angespannte Wohnungsmarkt macht die Arbeit der Wohnungslosenhilfe in Tempelhof Schöneberg zu einer großen Herausforderung – auch wenn der Bezirk viel tut, um Wohnungslose und Obdachlose mit Wohnraum zu versorgen bzw. Wohnungsverlust zu vermeiden, in dem z.B. Mietschulden übernommen werden. Im Bezirk gibt es 10 Einrichtungen mit 684 Plätzen, darunter auch Plätze nur für Frauen. Dennoch werden dringend weitere Plätze benötigt.

Schätzungen zufolge leben rund 11.000 Obdachlose in Berlin. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften halten aber gerade mal ein Geschütztes Marktsegment von ca. 1.300 Wohnungen für Bedürftige vor. Um die Situation zu entschärfen, müsste dieses Kontingent mindestens verdoppelt werden. Dies forderte die Bezirksverordnetenversammlung Anfang des Jahres, bekam aber eine negative Antwort vom Senat. Dieser arbeitet auch mit einer Bedarfsplanung von 1996, obwohl sich Berlin seitdem stark geändert hat. Der Senat muss realistisch planen und zusätzliche Unterkunftsplätze schaffen. Dafür sollte er auch städtische Liegenschaften und landeseigene Immobilien zur Verfügung stellen. Längerfristig muss der Senat präventiv und sozial planen und bezahlbarem Wohnraum erhalten und schaffen, um die Situation insgesamt zu entschärfen.

 

 

 

 

 

 

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