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09Mrz

Mehr Klarheit und Transparenz bei Vergabe der bezirklichen Sportstätten

David Braun MdBVVDas kann einen Sportverein schon in eine existenzbedrohende Krise stürzen: Das Sportamt hat den Antrag auf Nutzung der bezirklichen Turnhalle, des Sportplatzes abgelehnt, eine nachvollziehbare Begründung gibt es nicht. Soll der Vereinsvorstand jetzt gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einlegen, vielleicht dagegen klagen? Andererseits: Kann man es sich damit nicht auf Dauer mit dem Sportamt verscherzen? Selbst wenn der Verein noch eine andere Lösung findet, hinterlässt die Sportamtsentscheidung Frustration und Unsicherheit.

Das ließe sich mit mehr Transparenz bei der Sportstättenvergabe vermeiden, sagen die Tempelhof-Schöneberger Grünen und bringen deshalb nun eine entsprechende Beschlussvorlage in den Sportausschuss der Bezirksverordnetenversammlung ein. Ziel: Alle halbe Jahre, jeweils rechtzeitig vor Beginn des Sommer- bzw. Winter-Vergabezeitraumes, erstattet das Sportamt den Bezirksverordneten im Sportausschuss Bericht, wie es um die Vergabe der begehrten Plätze bestellt ist.

Dabei wird der Ausschuss nicht allein über die statistischen Daten, etwa über die Zahl der vergebenen Anlagen und Nutzungszeiten, die Zahl der bewilligten und abgelehnten Anträge informiert. Das Sportamt liefert dazu auch eine Übersicht über die verschiedenen Begründungen. Bei Ermessensentscheidungen, in denen die Behörde eine Präzedenzentscheidung fällte, legt das Amt die Gründe dar. Außerdem gibt es einen Bericht über laufende Widerspruchsverfahren und aktuelle Gerichtsentscheidungen.

Die Grünen setzen sich bereits seit einigen Jahren für mehr Transparenz auf diesem Feld ein. Auf ihren Antrag hin werden seit zwei Jahren die vollständigen Belegungspläne der Sportanlagen im Internet veröffentlicht.

David Braun, sportpolitischer Sprecher der bündnisgrünen BVV-Fraktion: „Mehr Transparenz verhilft den abgelehnten Vereinen nicht unbedingt zu dem gewünschten Platz. Aber in den öffentlichen Sitzungen des Sportausschusses können hier alle Vereine erfahren, wie es um ihre Anträge bestellt ist  und was sie bei ihren folgenden Anträgen vielleicht anders machen müssen, um vom Sportamt wieder berücksichtigt zu werden.“

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