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22Jan

Grüne weiterhin für eine Tunnellösung beim Ausbau der Dresdner Bahn in Lichtenrade

Die Grünen sprechen sich weiterhin für eine Tunnellösung in Lichtenrade im Zuge des Ausbaus der Dresdner Bahn aus. Angesichts der Aussage des neuen Stadtentwicklungssenators Andreas Geisel, auf die Tunnellösung verzichten zu wollen, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV zusammen mit den Fraktionen der CDU und der SPD einen Entschließungsantrag eingebracht, der sich nachdrücklich für die Tunnellösung ausspricht. Der Antrag wurde auf der gestrigen Plenarsitzung der Bezirksverordnetenversammlung mit großer Mehrheit angenommen.

Der Entschließungsantrag im Wortlaut:


Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich umgehend gegenüber dem Stadtentwicklungssenator und dem Regierenden Bürgermeister klar und deutlich für eine Tunnellösung zu positionieren und zu verdeutlichen, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg an der Seite der Bürgerinnen und Bürger steht und vehement erneut eine Tunnellösung für die sog. Dresdner Bahn in Lichtenrade einfordert.

Für eine ebenerdige Lösung ist die Schall- und Lärmschutzproblematik für die Anwohner/innen genauso wenig gelöst wie der Umstand, dass für diese Variante ein Autotunnel gebaut werden muss, der den S-Bahnverkehr über einen langen Zeitraum unterbrechen und nie zu einer zufriedenstellenden Verkehrssituation beitragen wird.

Der Vorstoß des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel vom 19. Januar 2015, die Tunnellösung für die Dresdner Bahn durch den Berliner Ortsteil Lichtenrade aufgeben zu wollen, ist nicht akzeptabel, ignoriert den Bürgerwillen und steht im Widerspruch zum bisherigen parteiübergreifenden Konsens.

Die Mitteilung zur Kenntnisnahme ist der Bezirksverordnetenversammlung zu ihrer Sitzung im Februar 2015 vorzulegen.

Begründung:

Die Äußerungen des neuen Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel (SPD), wonach er eine ebenerdige Trassenführung auch durch den Lichtenrader Ortsteil befürwortet, sind weder in der Sache akzeptabel noch entsprechen sie dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. Vielmehr befürwortet inzwischen auch der Vorstandsvorsitzende der DB-AG die Tunnellösung für die Trassenführung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade, so dass eine baldige Lösung der seit 17 Jahren strittigen Planungen in Aussicht steht. Dies muss von allen verantwortungsbewussten Politikern mit getragen und unterstützt werden, um die Wohn- und Lebensqualität der 50.000 Menschen in Lichtenrade auf Dauer zu gewährleisten.

Eine ebenerdige Trassenführung würde für die Menschen in Lichtenrade bedeuten:

  • Meterhohe Schallschutzwände würden den Ortsteil in zwei Teile spalten
  • Lärm und Erschütterungen würden die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen
  • ein Verkehrskollaps der Bahnhofstraße als Lebensader Lichtenrades wäre die Folge
  • der Verkehrszuwachs würde den Einzelhandel in der Bahnhofstraße gefährden – auch traditionelle Straßenfeste wären nicht mehr möglich
  • die bisherige Ringbuslinie müsste eingestellt werden – viele ältere Menschen wären in ihrer Mobilität erheblich beeinträchtigt.

Daher muss mit vereinten Kräften und parteiübergreifend darauf hingewirkt werden, dass die Planungen so schnell wie möglich im Sinne der Tunnellösung für die Bahn abgeschlossen werden.


 

RaK

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