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24Apr

Erstmals in Berlin: Bezirk übt Vorkaufsrecht für Häuser an der Katzler-/ Großgörschenstraße aus

Sibyll Klotz (Foto: privat)Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat erstmals in Berlin das Vorkaufsrecht zugunsten einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft für drei Wohngebäude mit 48 Wohnungen in der Katzler- und Großgörschenstraße ausgeübt.

Der Bezirk hat dieses Recht nach dem Baugesetzbuch, weil sich die Gebäude im Gebiet der Sozialen Erhaltungsverordnung (Milieuschutz) „Bautzener Straße“ befinden. Der private Käufer hat im Bieterverfahren, das durch die ehemalige Eigentümerin BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) veranstaltet wurde, mit 7,8 Mio. Euro einen Kaufpreis geboten, der weit über dem von der BImA ermittelten Verkehrswert von 7,1 Mio. Euro lag.

Nach dem amtlichen Verkehrswertgutachten des Bezirks, das auch die Geltung der neuen Umwandlungsverordnung berücksichtigt hat, sind die Gebäude insgesamt aber nur 6,32 Mio. Euro wert. Das hat der Bezirk genutzt und das sogenannte „preislimitierte Vorkaufsrecht“ ausgeübt. Damit wird der Kaufpreis, der schon vereinbart und im Vertrag niedergeschrieben war, auf die Summe des ermittelten Verkehrswertes abgesenkt.

Weil der Bezirk aber bekanntermaßen kein Geld hat, wurden zwei Gesellschaften angefragt, und die städtische Gewobag war einverstanden, die Gebäude als sog. Dritterwerber zu erwerben. Damit wäre der private Käufer aus dem Rennen und die Gewobag würde Eigentümerin, wenn von Käuferseite (also der bisherige private Kaufinteressent) oder BImA nicht gegen diesen Bescheid vom Bezirk vorgegangen wird. Die Frist dafür läuft Mitte Mai ab.

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